Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

In einer globalisierten, extrem vernetzten Welt, kann das Wirken einer Stiftung nicht mehr ausschließlich lokal gedacht werden. Dem ist sich die Lelbach-Stiftung sehr bewusst. Daher fördert die Lelbach-Stiftung nicht nur in Deutschland Projekte, sondern auch in Europa und international. Während in Deutschland der Fokus der Stiftung auf der Förderung von Projekten im sozialen, kulturellen und gesundheitlichen Bereich liegt, ist der Schwerpunkt der internationalen Projekte eindeutig auf der Förderung von Nachhaltigkeit. Dazu gehören Projekte mit folgenden Zielen:

  • Zugang zu Wasser und erneuerbarer Energie
  • Zugang zu Lebensmitteln
  • Zugang zu Gesundheitsversorgung
  • Schutz der Natur / Umwelt

Da die Lelbach-Stiftung besonders auf dem afrikanischen Kontinent großen Bedarf für diese Zugangserleichterungen sieht, legt sie einen Länderschwerpunkt auf afrikanische Länder. Die Maßnahmen für Afrika zielen in erster Linie darauf ab, dass Fluchtursachen vor Ort bekämpft werden und Hilfe zur Selbsthilfe geleistet wird. Gerade in Hinblick auf das rasante Bevölkerungswachstum in Afrika, ist es wichtig, dass mittelfristig jedes afrikanische Land in der Lage ist, sich selbst zu ernähren, über saubere Energie verfügt, Bildung anbieten kann, ein Gesundheitswesen aufbaut, damit Hunger, Armut und vermeidbare Erkrankungen überwunden werden. Diese Ziele sind von den Vereinten Nationen (UN) in den Sustainable Development Goals definiert und dienen der Lelbach-Stiftung als Orientierung für ihr Handeln.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zugang zu Wasser und erneuerbarer Energie
Das Bohren nach Wasser, der Grundlage allen Lebens, und der Brunnenbau sind essentiell. Ohne Wasser kann nichts gepflanzt, nichts geerntet werden. Daher ist die Versorgung mit Wasser ein zentraler Aspekt auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit und verbesserten Lebensbedingungen.
Durch die Förderung von erneuerbarer Energie profitieren die Menschen vor Ort sofort von einer besseren Lebensqualität durch die Verfügbarkeit von Strom. Auf längere Sicht kann dadurch auf umweltschädliche Energiequellen wie etwa Dieselgeneratoren komplett verzichtet werden und sauberer Strom kostengünstig zur Verfügung gestellt werden. Strom der dringend für die Kühlung von Lebensmitteln, für Schulen und für Krankenstationen benötigt wird. Erneuerbare und für jeden verfügbare Energie ist ein wichtiger Katalysator zur Entwicklung des ruralen Raums.

Zugang zu Lebensmitteln
Darunter fallen Maßnahmen gegen die Versteppung (desertification) von Landstrichen.

Im Bereich Agrikultur werden mit Hilfe von schnell-nachwachsenden Nutzpflanzen auch schwierige Böden nachhaltig bewirtschaftet. Ein Beispiel dafür ist das Pflanzen von Paulownia-Plantagen, die bereits nach 10-12 Jahren ihre maximale Wuchshöhe erreichen. Paulownia bietet eine Reihe von Nutzungsmöglichkeiten als Nutzholz. Zusätzlich eignet sich Paulownia hervorragend incrop farmings, da der Schatten der großen Paulownia-Blätter auch für den Anbau anderer Pflanzen nützlich ist. Diese durch Paulownia ermöglichte Ernte weiterer Pflanzen trägt zur Selbstversorgung mit Lebensmitteln bei.

Zugang zu Gesundheitsversorgung
Durch die Versorgung mit Energie wird der Grundstein für eine grundlegende Gesundheitsvorsorge gelegt. Kleinere Krankenstationen, können mit erneuerbarer Energie dezentral versorgt werden und tragen so auch in abgelegenen, strukturschwachen Gegenden zur medizinischen Grundversorgung der lokalen Bevölkerung bei.

Schutz der Natur / Umwelt
Die Lelbach Stiftung will durch den Export von deutschem Know-How einen Beitrag zur globalen Nachhaltigkeit leisten. So unterstützt die Lelbach Stiftung die Universität Aachen bei der Entwicklung einer Methode zur Quecksilber-freien Goldförderung. In der konventionellen Förderung von Gold werden pro Kilo Gold bis zu ein Kilo Quecksilber benötigt. Dieses Quecksilber ist ein erhebliches Gesundheitsrisiko für alle am Förderprozess Beteiligten, eine erhebliche Belastung für die Umwelt und die Gesundheit. Durch die Minamata Konvention ist Quecksilber bei der Goldförderung zwar verboten, wird aber aufgrund von gravierender wirtschaftlicher Bedeutung in vielen Entwicklungsländern beim Kleinbergbau noch eingesetzt. Durch ein neues Verfahren, das an der Universität Aachen entwickelt wurde, kann in Zukunft ganz auf Quecksilber oder andere toxische Stoffe, wie etwa Cyanid, verzichtet werden.